> GAMMAG 04 / Galerieportrait (PDF ca. 170 kb)
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PROGRAMMDer Galerieschwerpunkt liegt auf dem Handel und der Vermittlung von Gegenwartskunst in Malerei,
Bildhauerei und Fotografie. Die Galerie kommuniziert in ständiger und direkter Kooperation mit den Künstlerinnen und Künstlern deren Werk in regelmäßigen Ausstellungen, Publikationen und Kunstmessen.
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Das Galerieprogramm richtet sich auf künstlerische Konzepte, die eine Reflexion über die Wahrnehmung und das
jeweilige Medium selbst in den Mittelpunkt stellen. Unsere Wahrnehmung und ihre Konstruktionen werden als grundlegende Komponenten aller gesellschaftlichen Diskurse angenommen. In einer Bilderkultur, in der
sich die Grenzen zwischen Wirklichkeit und Fiktion mehr und mehr auflösen, ist eine wichtige Aufgabe, wieder nach den Konstituenden unserer Wahrnehmung zu fragen. |
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In diesem Spannungsfeld finden sich Positionen von Norvin Leineweber, der über das grundlegende Verhältnis
des Menschen im Raum nachdenkt, bis hin zu Volker Heinze, der sich mit dem medialen gesellschaflichen Raum befasst und die Fiktionalität jedes gemachten Bildes voraussetzt. So liegt das Interesse der Galerie
sowohl auf der Reflexion über die unmittelbar sinnliche, sehende und tastende Erfahrung im |
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Umgang mit Dingen, als auch über die kulturell vermittelten, historisch gewachsenen Erfahrungen,
Sehgewohnheiten etc. Die Galerie befasst sich mit auktorialen Positionen, die den Kult der ästhetischen Gestaltung als Selbstzweck durchbrechen. Hier rückt nie das Besondere, das Spektakuläre oder
Einmalige in das Bildinteresse, sondern gerade das "Nichtpiktoriale" und das "Nichtfotogene". |
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Der Künstler als "Macher" und Schöpfer einer abstrakten Ordung parallel zur Alltagswirklichkeit ist
in der Lage, eine neue und gleichzeitig ursprüngliche Sicht auf die Dinge in Gang zu setzen. In einer Kultur, in der sich die traditionell gewachsenen bürgerlichen Gemeinschaften aufzulösen scheinen und
durch einen Kult des kokonisierten Einzelwesens ersetzt werden, hilft die Kunst bei der Suche nach den Urbildern im kollektiven Bildergedächtnis. |
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Durch eine konkrete künstlerische Handlung projeziert sich der Künstler in sein Werk und in diesem Prozess
äußert sich eine "...instinktive Relation des Ausübenden auf sich selbst" (Robert Frank). Der Künstler befindet sich notwendig und unlösbar in seinem kulturellen Raum und in seiner Zeit. Dieser
soziale Rückbezug muss sich im Kunstwerk widerspiegeln, durch eine persönliche und subjektive Deutung der uns umgebenden Welt. |
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Kunst bietet damit eine mögliche Struktur und Verortung des Menschen im (gesellschaftlichen) Raum und
hinterfragt auf diese Weise die Grundlagen unserer Kommunikationsgesellschaft. Reality revisited... |
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